NASCAR verstärkt Testprogramm für Wagen der nächsten Generation

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Die NASCAR hat Pläne vorgestellt, nach denen das Testprogramm für sein Cup-Auto der nächsten Generation im Jahr 2020 (also noch vor dem Übergang in die Saison 2021) intensiviert werden soll. Der offiziell als Generation 7 bezeichnete Rennwagen könnte sein Debüt 2021 beim Daytona 500 geben, der hochrangigen Veranstaltung, mit der die Saison eröffnet wird.

Zusammen mit seinen drei konkurrierenden Herstellern Chevrolet, Ford und Toyota hat NASCAR im gesamten Jahr 2019 an der nächsten Generation gearbeitet. Man möchte die Wettkampfkosten im Sport senken und die Rennwagen relevanter für ihre Straßenäquivalente machen – schon oft wurde für eine „Rückkehr zu den Wurzeln” geworben und es ist bekannt, dass die NASCAR sehr daran interessiert ist, einen vierten Hersteller für den Sport zurückzugewinnen.

Es sind erst wenige technische Details des Wagens bekannt, aber drei Streckentests mit dem einzigen Prototyp – einer herstellerunabhängigen Karosseriespezifikation – lassen mögliche Einzelheiten erkennen.

Fotos, die nach dem letzten Test am 15. und 16. Januar auf dem Homestead–Miami Speedway veröffentlicht wurden, zeigen deutlich, dass das Auto mit einer unabhängigen Hinterradaufhängung gefahren wurde – eine deutliche Abweichung von der aktuellen NASCAR-Spezifikation.

Eric Jones, der das Auto in Homestead fuhr, hat auch verraten, dass er ein sequenzielles Schaltgetriebe benutzt hat – eine weitere riesige Veränderung gegenüber der H-Schaltung, die immer eine feste Größe der NASCAR gewesen ist.

Die NASCAR hat bestätigt, dass die Räder beim Auto der nächsten Generation 18 statt der bisherigen 15 Zoll groß sein werden. Noch bedeutungsvoller ist die Aussage, dass man in dieser Sportart über leichtere und kostengünstigere Motoroptionen für das Jahr 2021 nachdenkt. Obwohl noch keine Einzelheiten bekannt geworden sind, gibt es Anzeichen dafür, dass diese Antriebsstränge auch Hybridelemente umfassen könnten.

Das Testprogramm 2020 für das Auto sieht in der ersten Saisonhälfte sechs weitere Starts vor, beginnend am 2. und 3. März beim Auto Club Speedway im kalifornischen Fontana. Im März wird ein zweites Auto fertiggestellt, sodass eine aerodynamische Designanalyse im Straßenverkehr möglich wird.

In der zweiten Hälfte der Saison wird das Testprogramm noch intensiviert. Es stehen Tests für den Reifenzulieferer Goodyear, „Organisationstests”, bei denen jede Organisation mit einem einzigen Auto antritt, und schließlich offene Tests an, bei denen alle Cup-Teams das neue Auto fahren.

Die Fotos von Michael Reaves/Getty Images für NASCAR zeigen Eric Jones, der das Auto in Homestead testet – auf dem Foto in der Garage sieht man die unabhängige Hinterradaufhängung des Wagens.

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Andrew Charman is a regular contributor to PMW. He has been working in motorsport for more than 35 years, specialising in Touring Cars and US motorsport, particularly NASCAR.

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