McLaren präsentiert Rennwagen 620R mit Straßenzulassung

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McLaren hat seinen 620R vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Rennspezifikation McLaren 570S GT4, mit dem der 620R die echte Motorsporttradition nun in Form eines Straßenrenners fortführt. Das Fahrzeug wird in einer Stückzahl von nur 350 gefertigt.

„Der McLaren 570S GT4 ist ein erstklassiger GT-Rennwagen, der alle Meisterschaften erfolgreich bestritten hat, seitdem er 2017 erstmals in Erscheinung trat. Dies ist für eine wachsende Zahl an Kundensport-Teams attraktiv“, so Mike Flewitt, CEO von McLaren Automotive. „Als Reaktion auf die wiederholten Kundenanfragen haben wir die Straßenzulassung dieses erstklassigen Pakets in Form des neuen McLaren 620R erreicht.“

Das Fahrzeug verfügt über denselben M838TE 3,8-Liter-V8-Motor mit Doppelturbo, der beim GT4 eingesetzt wird. Frei von jedem Motorsport-Reglement war die Neukonfiguration der Motorsteuerung und des Turboladermanagements möglich. Damit lassen sich nun 610 PS und ein Drehmoment von 620 Nm erzeugen. Zusammen bieten diese eine Performance, die neue Maßstäbe setzt und das Fahrzeug in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 322 km/h.

Die Verwendung von manuell einstellbaren Zweiwege-Motorsportdämpfern trägt zur Motorsporttauglichkeit des 620R bei. Die Dämpfer ermöglichen zudem eine Gewichtsreduzierung, denn sie sind mehr als 5 kg leichter als die herkömmlichen Systeme der Sports Series. Die Aufhängung zeichnet sich durch leichte Querlenker und Stützen aus Aluminium sowie Stabilisatoren mit größerer Steifigkeit aus.

Die Bremskraft liefert ein Bremssystem des Herstellers in Leichtbauweise. Es besteht aus Carbon-Keramik-Bremsscheiben (390 mm vorne, 380 mm hinten) sowie geschmiedeten Aluminium-Bremssätteln. Der 620R läuft standardmäßig auf den Semislicks Pirelli P Zero Trofeo R.

Kunden erhalten den 620R mit einstellbarem Heckspoiler aus Carbonfaser. In der am wenigsten aggressiven von drei möglichen Winkeleinstellungen wird damit der Front-Heck-Ausgleich beim Straßenfahren optimiert. Im aggressivsten von drei Winkeln sorgt der Spoiler für einen zusätzlichen Heckabtrieb von bis zu 185 kg, sodass Rennstrecken schneller absolviert werden können.

Frontkotflügel, Splitter und Fronthaube wurden ebenfalls neu gestaltet. So wurden beim Splitter die ausgeprägten Luftschaufeln und Öffnungen beibehalten. Zudem erhielt die Fronthaube aus Carbonfaser zwei Öffnungen, die zum Abtrieb beitragen und den Luftstrom über das Dach des Fahrzeugs abführen.

Der Frontabtrieb des Fahrzeugs wird durch Dive Planes verstärkt, die auf Höhe der Straße Wirbelschleppen aus niedrigem Luftdruck erzeugen und helfen, den Luftstrom an den Seitenflächen des Fahrzeugs zu beschleunigen. Außerdem tragen sie erheblich zur Kühlung der Bremsen bei. Die Dive Planes steuern etwa 30 kg des Gesamtabtriebs von 65 kg bei, den das frontale Aeropaket liefert.

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Andrew Charman is a regular contributor to PMW. He has been working in motorsport for more than 35 years, specialising in Touring Cars and US motorsport, particularly NASCAR.

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